Ach, so geht’s auch? Neue Perspektiven mit WOL

2017 war wohl das WOL-Jahr schlechthin in Deutschland. Von einigen Firmen wie Audi, BWM, Bosch, Continental, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom und Siemens wusste ich schon, dass sie WOL aktiv einsetzen. Diese Firmen, die zusammen die #WOLCoP (Working Out Loud Community of Practice) bilden und sogar den HR Excellence Award in der Kategorie Mitarbeiterengagement und Kollaboration bekommen haben, sind aber bei weitem nicht die einzigen.

Das habe ich auf dem Working Out Loud Camp 2017 (#WOLC17) in Stuttgart im Dezember 2017 erleben dürfen – 106 Teilnehmer aus 47 Unternehmen! Kein Wunder also, wenn gerade in 2017 eine Fülle von Links zu interessantem Material über WOL im Internet aufgetaucht ist.

Um einen Überblick zu bekommen, welche Links zu WOL-Themen es gibt, habe ich in der Working Out Loud Facebook Gruppe die Links in der Facebook-Datei “WOL Resources Collection” gesammelt. Leider ist Facebook offensichtlich nicht daran gelegen, dass man die Datei exportiert. Anders kann ich mir nicht erklären, warum so ein großer HTML Overhead (= Müll) in der Datei versteckt ist.

Was also tun? In einem anderen Format speichern? In welchem? Da frag ich doch mal die Gruppe…

Links in einer Datei zu sammeln ist übersichtlich, aber unflexibel – alles in einer Datei, jedoch ohne Filtermöglichkeit oder Suche mit reduzierter Ergebnisliste. Tags oder Kategorien können auch nicht als Filter genutzt werden.

Screenshot Tagpacker mit einigen Links

Mir schwebte daher ein Bookmark-Tool vor. Delicious gibt es nicht mehr, aber viele andere. Ich habe mich testweise Tagpacker ausprobiert, ein deutsches Start-up. Links können gut eingepflegt werden, Bilder zu den Links automatisch zugefügt, Tags zum Filtern benutzt werden.

Ein paar Links habe ich eingegeben, damit wir einen Eindruck davon bekommen, wie es aussieht. Nach diesen Vorbereitungen habe ich in der WOL Facebook Gruppe die Diskussion angestossen, warum ich die Facebook-Datei zu unhandlich finde und meinen Vorschlag Tagpacker eingestellt.

Neue Perspektiven

Nach einigen Alternativ-Vorschlägen zu weiteren Bookmark-Tools kam die erste neue Perspektive von Monika Schlatter. Sie gab zu Bedenken, dass jeder (Bookmark-)Dienst jederzeit seine Pforten schließen könnte und damit auch die eigenen Daten höchstwahrscheinlich verloren gehen. Sie schlug als Alternative ein eigenes Wiki oder eine Webseite vor, um seine Inhalte zu verwalten.

wolresources-kNoch interessanter war ihre Idee, einen Blogpost als Linkspeicher zu benutzen. Darauf wäre ich nie gekommen. Zunächst konnte ich mir diese Lösung auch nicht vorstellen. Also im Sinne von WOL offen sein für Experimente und ausprobieren.

Ich erstellte kleine Blogs in WordPress und auf Vorschlag von Denny Kondic in Blogger. Die Links teilte ich wieder in der Gruppe, und das Feedback zeigte recht schnell, dass WordPress besser ankam. Jeder Link bekommt noch eine kurze Beschreibung über den Inhalt.

Benedikt Pape fügte noch hinzu, dass ein öffentlich zugänglicher Ort am sinnvollsten ist. Ihm ist weiterhin aufgefallen, dass es noch gar keinen Eintrag “Working Out Loud” in Wikipedia gibt! Das wäre doch eine sinnvolle Ergänzung, nicht wahr? Dann könnten wir dort auch den Link zur WOL Resources List unterbringen.

Einziger Kritikpunkt von mir an der WordPress-Link-Lösung: Ich kann nur maximal 10 Mit-Kuratoren zulassen. Eigentlich würde ich es begrüßen, wenn jeder pflegen kann. Andererseits können einige wenige die Seite einheitlicher pflegen. Also gibt es jetzt ein einfaches Formular, mit dem jeder einen Link vorschlagen kann. Die Editoren der Seite können ihn dann mit kurzer Beschreibung einpflegen.

Die Idee entwickelt sich weiter

In eine ganz andere Richtung geht der Vorschlag von Daniella Cunha Teichert. Sie regt an, diesen Link-Blog in die deutsche Workingoutloud.de Seite (ebenfalls WordPress) zu integrieren. Jochen Adler, der diese Seite hostet, war gleich einverstanden.

Monika Schlatter hat aufgrund ihrer WordPress-Erfahrung angeboten, die Einträge aus WOLresources nach workingoutloud.de zu migrieren. Toll! Denny Kondic hat gleich mit dem Einpflegen der Links in den neuen Blog angefangen. Prima!

Was sich aus meinem Frust mit der jetzigen Datei und meiner Frage an Ideen und bereits jetzt einer nützlichen Blog-Link-Seite entwickelt hat, finde ich klasse! Für mich ist es ein schönes Beispiel für Working Out Loud, mit weiterführendem Feedback, Hilfsbereitschaft und neuen, hilfreichen Perspektiven.

Welche Erfahrungen habt ihr sammeln können? Teilt Sie mit anderen, es lohnt sich!

Featured Image von Brandan Gajic

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